Travel: Unterwegs auf La Réunion

Es gibt verschiedene Wege zum Ziel zu kommen. Diese wunderschöne Bucht im 'Paradies' zu erreichen. Man kann ein Mietauto nehmen. Und vorher in den Reiseführer schauen. Es geht aber auch anders .... 
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Saint Pierre, am ersten Weihnachtsfeiertag. Gut eine viertel Stunde stehen wir an der Uferstraße. Noch haben wir hier kein einziges Taxi gesehen. Deshalb entschließen wir uns zum Busbahnhof zu laufen. Bei 33 Grad in der Sonne. Mit Rucksäcken um die 14 Kilo. Dort angekommen werden erst einmal die verschwitzten T-Shirts gewechselt. Seltsame Gestalten schleichen hier entlang. Immer und immer wieder. Nur jetzt nicht die Rucksäcke aus den Augen lassen. Keine Bude hat offen. Nur ein Automat, indem Schokoriegel liegen. Snicker, Mars und Kitkat für 1,30 Euro das Stück. Durch die Wartehalle tippeln ein paar Tauben. Aus den Lautsprechern im Terminal erklingt ein Blues. Nach einer halben Stunde kommen hier ein paar gelbe Busse an. Immerhin besteht nun die Hoffnung, dass wir demnächst noch weiter kommen. Dass Ziel liegt 19 Autominuten entfernt. 14 Kilometer in Richtung Osten …..

Tramp-Geschichten (1) - Im Stau

Selbst 15 Jahre (und über 20.000 Kilometer) getrampt. Da weisst Du, wie es ist. Stundenlang an der Straße zu stehen, den Daumen im Wind. Deshalb wird nun mitgenommen. Andere kommen weiter, die Zeit im Auto vergeht schneller. Und: Stoff für das Blog gibt es allemal .....

Auf dem Weg von Berlin nach Westen. Eine Raststätte hinter Hannover. Kurze Pause. Herzhaft beiße ich in eine Bockwurst, als mich eine Tramperin anspricht. Sie will nach Köln. "Ich kann Dich bis zu einer Raststätte auf der A1 mitnehmen". Wunderbar.
autobahn 1Im Vorbeigehen macht sie noch schnell ein Handyphoto von meinem Nummernschild. Im Auto wird der Freund angerufen. Warum nicht, wenn es der Sicherheit dient.

Zehn Kilometer weiter, die Warnblinkanlage an. Wir stehen im Stau. Zunächst schleichen wir noch in Schrittgeschwindigkeit voran, dann geht nix mehr. Von unseren Nachbarn erfahren wir etwas wie: Unfall, Vollsperrung. Na, wunderbar. Die Bockwurst liegt noch im Magen, vom Kaffee ist ein lauwarmer Rest da. Sonst habe ich nur noch ein paar Vitaminbonbons. Zeit zum Plauschen. 

Bei mir im Auto sitzt eine Studentin der Geisterwissenschaft, Veganerin, mit Liebe zur (friedlichen) politischen Demonstration. lch erzähle ihr etwas von den Strassenschlachten in der Mainzer Straße und bei G8 in Rostock. Lange her.

Und: dass ich auf deutschen Autobahnraststätten gern Bockwürste esse.

Nach drei Stunden im Stau knurrt so langsam der Magen. Die Vitaminbonbons sind alle, die (ökologischen) Kekse der Tramperin schmecken nur bedingt. Zum Glück erbarmen sich unsere Nachbarn auf der Überholspur. Voller Hunger beiße ich in deren Wurstschnitte, verschlinge eine Banane.

Nach insgesamt vier Stunden gehts dann weiter. Endlich. Noch knapp 300 Kilometer zu fahren. Als ich ihr nach weiteren drei Stunden anbiete, sie an einen Bahnhof in der Nähe von Köln zu fahren, höre ich nur: "Nein, für Züge will ich kein Geld ausgeben". Die Dämmerung bricht schon an, als ich an einer Raststätte, 90 km vor Köln halte. "Gute Reise, noch!" Danke!"

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